Erfahrungen in der Ausstellung von Ben Riepe am 21.Mai 2016

 Ein Bericht von Julia Isken

Am 21. Mai war der Internationale Museumstag.

Unser Ausflug ging nach Viersen am Niederrhein.

Dort gab es ganz viel Spargel und Erdbeeren.

Viersen liegt kurz vor der niederländischen Grenze.

 

AusstellungsphotoNach 1 Stunde Fahrt und 91km später kamen wir in der Stadtgalerie an.

(Galerie: Ort, wo gemalte Bilder, Photos und andere Kunstgegenstände gezeigt werden)

Dort wurden wir von den Mitarbeitern sehr herzlich empfangen.

Wir stellten unsere Rücksäcke ab und kamen an diesem Ort an.

 

In den ersten Räumen hingen viele große Photos von Projekten und Auführungen von Ben Riepe an der Wand.

Nackte Menschen, wie auf klassischen Gemälden positioniert.

Menschen in Ganzkörperanzügen.

Kariert oder mit Rosen bedruckt.

Selbst das Gesicht verdeckt.

Vor ganz weißem Hintergrund.

Oder Bilder mit diffusem Licht .

Körper auf dem ein großes Gesicht projiziert (abgebildet) war.

 

Wir nahmen sofort auf unsere eigene Art Kontakt zu den Bildern auf.

Ich fühlte mich erinnert an die Kunstgalerie in Palermo.

Eine Körperhaltung, die uns einen Impuls gab, wurde performt.

Und es gab viele Anregungen für uns.

 

Da wurde fleißig geschaut, nachgeformt, verglichen, zum Teil verändert, bis sich die Körperhaltung stimmig anfühlte.

Young-Hwa und Michael haben uns mit der Kamera begleitet.

Und sie hatten viel zu tun, alle Kunstwerke, die vor den Bildern an der Wand enstanden, zu photographieren.

Danke für Eure schönen Photos!

 

Nun ging es im Aufzug, der von der Ausstellungseröffnung noch vergoldet ist, in den 1. Stock.

Dort haben wir zuerst ein Video über Ben Riepe geschaut.

Ben Riepe ist 38 Jahre alt.

Er hat in Essen studiert:

Tanz und Choreographie (kreatives Gestalten und Zusammenfügen von einzelnen Elementen/Szenen eines Tanz/Theaterstückes)

Danach war er unter anderem Tänzer bei Pina Bausch in Wuppertal.

 

2006 hat Ben Riepe sich selbstständig gemacht.

Er wollte Tanz mit anderen Kunstformen verbinden und erfahren.

Tanz und Gesang, Bewegung und Instrumente, Licht und Projektion.

Bildende Kunst, Raum und Zeiterfahrung verändern.

 

Dann gab es noch Videos mit Einblicken in seine Arbeit:

Opernsänger, die singen und sich zum Teil im Nebel bewegen.

Hunde, die dazwischen ihre Wege gehen.

Kinder, die miteinander und zu anderen Tänzern und Musikinstrumenten Kontakt aufnehmen.

Menschen im Ganzkörperanzug in einer weißen Box.

Tänzer inmitten vom Publikum.

Menschen in Alltagskleidung mit Pappmasken auf dem Gesicht.

 

Ben Riepe ist viel gereist. Das ist wichtig für ihn.

Er war in unter anderem in Kanada, Indien, Frankreich, Polen, Brasilien und Korea.

Aber auch auf dem Gelände der Zeche Zollverein -da wo wir die Nelkenreihe gezeigt und aufgezeichnet haben- hat Ben Riepe performt.

 

In dem Videoraum lag ein kuscheliges Fell aus einer Aufführung.

Da wären wir gerne noch länger liegen geblieben.

Wir möchten so ein Fell für unseren Raum”, sagt die Mehrheit.

 

Im nächsten Ausstellungsraum befindet sich ein durchsichtiger Iglu.

In dem echte Erde und Pflanzen und ein Rehbock (natürlich ausgestopft) stehen.

In diesen Iglu kann man sich hinein setzen und hat gleichzeitig das Gefühl draußen in der Natur zu sein.

Raum und Zeit wird anders wahrgenommen.

 

In dem Iglu hängen Glühbirnen.

Außen steht ein Mikrophon.

Wenn man dort hinein singt, spricht oder Töne erzeugt,

gehen die Lampen im Iglu an und aus.

Je nach Lautstärke und Art des Tones:

ganz hell - etwas glimmend,

schnell - langsam.

Das haben wir ausführlich mit verschiedenen Sprachen und Stimmen ausprobiert.

 

Danach haben wir noch weitere Bilder an den Wänden angesehen und in uns aufgenommen.

Wir machten ein Abschiedsbild mit den netten Mitarbeitern des Hauses.

Sie hatten uns durch die Galerie begleitet.

Sie sagten, sie hatten viel Freude an unserer Art des Galeriebesuches.

 

Es war sehr schön, die Ausstellung und Arbeit von Ben Riepe zu sehen und in Ruhe auf uns wirken zu lassen.

Mit unseren Körpern zu spüren und zu erfahren.

Ich denke, dass dieser Tag ein echtes Erleben war und noch lange in uns weiter wirkt.

Wir haben uns zum Abschluss auch bei Ute bedankt.

Ute hatte diesen Ausflug vorbereitet und organisiert.

Dadurch konnten wir alles sehr genießen.

 

Draußen haben wir noch schön alle gemeinsam gepicknickt, bevor es nach Hause ging.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein Flugzeug im Anflug auf den Flughafen Weeze gesehen - von dort aus waren wir ja nach Palermo geflogen.