ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE

PlakatDie Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projektes haben ihre eigenen Ideen erspielt und dann ihre Rollen entwickelt. Skurriles, Phantastisches und Leibhaftiges erscheint in Tanz, Performance und Pantomime. Das neue Stück der TanzRäume Unterwegs ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Mitgliedern der Lebenshilfe Bochum, des Ensemble WINDSPIEL und Gastdarsteller-Innen.

ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE wurde am 21.06.14 und am 22.06.14 im Kunstmuseum Bochum uraufgeführt. Die Namen der mitwirkenden Personen, der verwendeten Musiktitel und eine Entstehungsgeschichte in leichter Sprache stehen im Handout.

Eine Fotodokumentation der Uraufführung ist in der Fotogalerie hinterlegt.

 

Die Gruppe der Darstellerinnen und Darsteller begegnet sich in dem Wunsch etwas Neues entstehen zu lassen. Wir blicken in einander bekannte Gesichter, die in den vergangenen Jahren bereits Gemeinsames erschaffen haben und sich wieder auf die Reise ins Unbekannte machen wollen. Und wir lernen Menschen kennen, die noch keine Ahnung davon haben, wie so etwas gehen soll. Man trifft sich und weiß noch gar nicht, was entstehen wird?

Ja und Nein! Neugierde, Lust auf Spaß und Spiel und Erwartungsfreude verbinden uns und wir wissen, dass es nur einer kleinen Anregung bedarf, um die Fantasie in Bewegung zu bringen. Da wir ja mit den Bewegungsmöglichkeiten unserer Körper arbeiten werden, wollen wir auch wieder den Kontakt herstellen, zu unseren Körpern, die es uns manchmal nicht leicht machen, wenn der Seele Flügel wachsen.

Gut, dass es die Musik gibt. Sie hilft uns, zu lauschen und zu spüren. Sie regt unsere Bewegungen an und sie befreit uns von störenden Gedanken. Es dauert nicht lange und da wir uns der Führung durch die Musik ein wenig und mehr hingeben, finden wir zusammen; zur Gruppe, die sich langsam darüber bewusst wird, dass es nun wieder darum geht, aus dem vielen Eigenen etwas Gemeinsames zu errichten.

Aber der Weg ist oftmals nur eine Spur, die sich wieder verliert, obwohl man schon so weit gegangen ist und wir ahnen kaum, wohin der Weg uns führen mag. Wir haben die Tiere im Tierpark besucht und uns von ihrem Wesen und ihren Verhaltensweisen entzücken und beeindrucken lassen. Viele Anregungen haben wir von dort mitgenommen, in unseren Proben aufgegriffen und immer wieder mit ihnen experimentiert.

Da stolzieren die Flamingos, recken ihre Hälse in die Höhe, fliegen plötzlich auf und davon. Die geselligen Erdmännchen kommen gemeinsam aus ihrem Bau hervor, der Wächter hält Ausschau nach Gefahr, während sich die anderen zunächst auf dem Boden tummeln und dann übereinander liegend einschlafen. Der Löwe liegt faul in der Sonne, dann macht er sich auf, schleicht um seine Beute und wartet auf den geeigneten Moment seines Angriffs. Ein wildes Tier plündert den Erdmännchenbau und die Pinguine schlagen mit ihren Flügeln und können damit doch nur das Gleichgewicht halten.

Wir schauen Filme an, machen Bildbetrachtungen und wir reden über das, was wir sehen. Doch meistens lernen wir aus dem, was uns in Bewegung bringt und uns tun lässt. Oft ist es die Musik, die uns dabei hilft, manchmal ist es aber auch die Stille, in der sich das entfalten kann, was es zu zeigen gibt. Es braucht seine Zeit, bis alle Mitglieder der Gruppe ihren Platz finden und sich entscheiden können, was sie spielen wollen.

Nun werden die ersten Kostüme und Requisiten gefertigt und die Darsteller vertiefen sich in ihr Spiel. Es beginnt die Zeit, in der die Rollen gefestigt werden, die Geschichten ihre Dramaturgie erhalten und das Stück zu einer Collage zusammengeführt wird. Die Gruppe wächst mehr und mehr zusammen; jeder ist ganz nah bei sich und seinem Spiel und trägt damit Verantwortung für das Gelingen des Ganzen.

Jetzt ist es bald soweit und unsere Zuschauer sollen sehen, was passiert ZWISCHEN HIMMEL UND ERDE.


Eine Produktion der TanzRäume Unterwegs im Auftrage der Lebenshilfe und
mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Bochum