Aktivitäten in 2012

SPIELbar - ein inklusives Bühnenspiel

Plakat SPIELbarFernöstliche Kampfkünstler reiten auf den Rhythmen afrikanischer Trommeln und ihre Kraft entlädt sich in der Begegnung der Waffen. Durch Auflösung, Transformation und Wiedergeburt kehrt die Energie zurück und verwandelt unsere Wahrnehmung, unser Denken und unsere Haltung. Nichts ist mehr wie es vorher war und doch folgt alles den universalen Gesetzen des Miteinander Lebens. Was wir sehen ist SPRACH-los und in jeder Hinsicht SPIEL bar - Die aktuelle Werkschau der TanzRäume Unterwegs.

Die nächste Projektphase mit der Lebenshilfe Bochum mündete im Dezember in die Werkschau der Zusammenarbeit aus 10 gemeinsamen Workshops. Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen im Schleipweg und der Wischermühlenstraße in Bochum sowie Projektteilnehmer aus ambulant betreuten Wohnformen und weitere Gastspieler haben gemeinsam mit dem Team der TanzRäume Unterwegs die Werkschau "SPIEL bar - Ein inklusives Bühnenspiel" im Kunstmuseum Bochum uraufgeführt.

"Ich habe mich entschlossen, mich einmal wieder mit einer Produktion der TanzRäume unterwegs auf den Weg zu machen. Auftraggeberin ist abermals die Lebenshilfe Bochum gefördert von der CWA-GROUP.COM. So begab ich mich am 15.12.12 auf den Weg in das Kunstmuseum Bochum um „SPIEL bar ein inklusives Bühnenspiel“ zu sehen. Die Inklusion schreitet voran, wenn auch mit kleinen Schritten. Der Spielort lässt keinen Zweifel daran: Hier geht es um Kunst und nicht um Behindertenarbeit.

Probenfoto Ruhr Nachrichten BochumZur Einführung erfahre ich, ich werde eine Collage über Träume sehen, die sowohl laut als auch leise sein können. Zwei Dinge werden mir wieder sehr schnell deutlich: 1. Intensität benötigt keine gesprochene Sprache und 2. Hier wird mit aller Konsequenz geträumt. Warum soll ich mir wünschen, fliegen zu können wie ein Vogel, wenn ich davon träumen kann, ein Vogel zu sein.

Vieles hängt mit dem Element Wasser zusammen. Wie wichtig dies ist, zeigt schon das liebevoll erarbeitete Bühnenbild. Vor diesem steuert z.B. ein Kapitän, der eigentlich eine Frau ist, sein Schiff über das Wasser, während am Ufer geangelt wird. Also ganz alltägliche Träume. Es gibt aber auch einen solchen: Ich möchte meine Hände nutzen können, um zärtlich zu sein, auch wenn ich bisher das Gefühl hatte, dass sie sich dazu nicht eignen. Die Detailbetrachtung durch die Videokamera zeigt einmal mehr, es kommt auf den Blickwinkel an.

Die Abschlussszene ist für mich ein Sinnbild für Inklusion. Jede und jeder tanzt auf ihre und seine Weise und doch alle gemeinsam. Danke für einen berührenden Abend!"

E. Schmidt aus Dortmund

 

WINDSPIEL auf dem Herbstbasar am 22. September 2012

Plakat HerbstbasarAuf dem Gelände der Zweigwerkstatt Gottessegen in Bochum Wattenscheid fand am 22.09.12 der traditionelle Herbstbasar statt. Es wurden werkstatteigene Produkte verkauft, Demetergemüse, Forellen frisch aus dem Rauch und Honig direkt vom Imker.

Die WINDSPIELER präsentierten einige Miniaturen aus den vergangenen Programmen sowie eine eigens für den Herbstbasar entwickelte Performance: BOSPORUS - Auf der Grenze zwischen hier und dort.

Auf unsere Initiative ist durch Mitarbeiter der Werkstatt dankenswerter Weise ein durch eine Bruchsteinmauer eingefasster Brunnen gebaut worden, der zum Zentrum des wunderbaren Festes und unseres Spiels wurde.

 

50. Geburtstag der Lebenshilfe Bochum

Am 29. Juni 2012 veranstaltete die Lebenshilfe Bochum im Museum Bochum den Festakt zu ihrem 50. Geburtstag. Eingeladen waren neben Freunden und Förderern die OB der Stadt Bochum Frau Dr. Ottilie Scholz, der Landesvorsitzende der Lebenshilfe Herr Wolfgang Schäfer und aus dem Landesvorstand des Paritätischen Herr Klaus Peter Schäfer.

AbschlussfeuerwerkDie Geschäftsführerin des Lebenshilfe Bundesverbandes Frau Prof. Nicklas-Faust sowie der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Mitglied im Bundesvorstand Lebenshilfe Herr Hubert Hüppe haben in ihren Kurzreferaten zum Thema "Inklusion" gesprochen.

TanzRäume Unterwegs haben mit Mitgliedern des inklusiven Tanz- und Bewegungstheater-Ensembles WINDSPIEL, Studierenden der TU Dortmund und des Gisbert-von-Romberg-Berufskollegs Dortmund sowie Gästen der Lebenshilfe die die Veranstaltung künstlerisch begleitet.

Mit einem Walk-Act zu Live-Percussion beim Empfang der Gäste sowie mit Tanz- und Bewegungstheater-Miniaturen begeisterten die DarstellerInnen das angereiste Publikum. Am 30. Juni wurde das Fest auf dem Gelände des Ulrich-Jacobowsky-Hauses fortgesetzt.

 

Maifest auf dem Christopherus-Hof in Witten

StockkampfAm 1. Mai fand auf dem Christopherus Hof in Witten das traditionelle Maifest statt. Das Tanz- und Bewegungstheater-Ensemble hatte Gelegenheit, eine kleine Werkschau der aktuellen Arbeiten zu spielen. WINDSPIEL wurde unterstützt durch Studierende des Gisbert-von-Romberg-Berufskolleg und der TU Dortmund. Das Wetter erlaubte einen OutdoorAct vor mehreren hundert Besuchern des Festes.

 

Inklusive Projektwoche im Gisbert-von-Romberg- Berufskolleg

Foto di GrupoAuch in diesem Jahr 2012 hat im Rahmen einer Projektwoche im GvR-Berufskolleg wieder an eine außergewöhnliche Zusammenarbeit mit Studierenden der Heilerziehungspflege und werdenden ErzieherInnen stattgefunden.

In Zusammenarbeit mit Claudia Schmidt und Thomas Hecking und unter der organisatorischen Leitung von Juliane Jahn haben mehr als 50 behinderte und nicht behinderte Menschen unterschiedlichen Alters in 3 Projektgruppen (Tanz- und Bewegungstheater mit WINDSPIELERN, Bandarbeit und bildende Kunst) zunächst gruppenintern zusammen gearbeitet. Im Laufe der Projektwoche wurden die Fäden aus den einzelnen Gruppen zusammen gesponnen und am 20.04.12 im Rahmen der Abschlusspräsentation uraufgeführt.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen, die mitgewirkt haben, die Gesamt-Werkschau auf die Bühne zu bringen und  Zuschauer und Zuhörer zu begeistern.